Zeitungsbericht OT vom Unterhaltungskonzert 2017

Ausgefeilte Blasmusik, gepaart mit Ausgelassenheit

Kappel An ihrem Unterhaltungskonzert wagte die BrassBand Kappel fasnächtliche Scherze

Der Konzertabend am letzten Samstag war zweigeteilt. Während die Brass
Band Kappel im ersten Teil eine abwechslungsreiche Reihe von Blasmusik-
Standards spielte, kündigte sie für den zweiten Teil rätselhaft ein «Programm
nach Ansage ohne Ansage» an.

Die Brass Band unter der Leitung von Oliver Waldmann stieg mit dem schnellen
Marsch «Punchinello» in den Unterhaltungsabend ein. Beim immerschneller tickenden «Grandfather’s Clock» brillierte Solist Matthieu Renggli mit seiner unheimlichen Fingerfertigkeit
am Euphonium. Zwischen dem rockigen «MacArthur Park», dem schottisch klingenden «Ashokan Farewell» im Walzertakt und der «Musikanten-Polka» wurde Präsident Anton Lack für seine 40-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt.

Für die eingefleischten Fasnächtler genügen bekanntlich die «drei schönsten Tage» nicht, sondern ihre karnevalistische Saison beginnt schon am 11.11. In diesem Jahr fiel das traditionelle Unterhaltungskonzert der Brass Band Kappel justament auf den 11. November. Passend zum Datum, servierte deshalb die Gäuer Blasmusik-Kapelle im zweiten Teil ihres Abendprogramms nonstop einige musikalische Leckerbissen unter dem Motto « Fasnacht». Die ersten Töne und Paukenschläge erschallten vom Foyer her. Dann erschienen hinten im Saal, einer nach dem andern, maskierte und verkleidete Musikanten. Die Überraschung war perfekt. Die Blasmusiker, Trommler und Paukenschläger bewegten sich zwischen den Tischreihen nach vorne und intonierten den Fasnachtsmarsch. Dann verteilten sie sich vor und auf der Bühne, wo sie in Kontakt mit dem Publikum ein Set von Schunkelliedern spielten. Dirigent Oliver Waldmann, im blauem Samt und Hermelin kostümiert als König Karneval, gab den Takt mit dem Marschallstab an und animierte die Leute im Saal zum Mitmachen. Die fasnächtliche Brass Band Kappel heizte anschliessend die Stimmung mit lateinamerikanischen Rhythmen weiter an. Auf diese liess die gut gelaunte Combo Schlag auf Schlag die Klassiker der Blues Brothers folgen: Bei Mancinis «Peter Gunn Theme», «Gimme Some Lovin», ursprünglich ein Hit der Spencer Davis Group, und «Everybody needs Somebody» war stillsitzen unmöglich. Nach einem Bon-Jovi-Medley gelangte dieser ausgelassene Konzertteil mit dem «Final Countdown» zu seinem vorläufigen Ende.

Die Kappeler Formation musste dem kräftig applaudierenden Publikum jedoch noch zwei Zugaben gewähren, bevor sie sich zu Demis Roussos’ Schnulze «Goodbye my Love, Goodbye» wieder durch den Saal bewegte und für diesmal endgültig verabschiedete. Mit diesem Unterhaltungskonzert im besten Sinn des Wortes bewies Oliver Waldmanns Brass Band Kappel, dass sich gekonnte, musikalisch ausgefeilte Blasmusik durchaus mit Humor, gar Ausgelassenheit, kombinieren lässt – mit Gewinn für die Mitglieder der Band, die ja auch ihren Spass hatten, ebenso wie für die dankbaren Zuhörerinnen und Zuhörer im fasnächtlich dekorierten Saal.

 

OT-Bericht Jahreskonzert 2016

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Brass Band spielt von traditionell bis modern
von Edgar Straumann — Oltner Tagblatt

An ihrem Unterhaltungskonzert überzeugte die Brass Band Kappel ein grosses Publikum.

Mit dem Unterhaltungskonzert der Brass Band Kappel, zu dem jeweils gegen Jahresende eingeladen wird, wurde auch diesmal beste Werbung in eigner Sache gemacht. Die Anstrengungen für die Vorbereitung des umfangreichen Programmes wurden mit einem Grossaufmarsch seitens der Besucherinnen und Besucher in der Mehrzweckhalle belohnt. Und sie wurden nicht enttäuscht. Die Musikantinnen und Musikanten zeigten sich in Bestform und boten ein abwechslungsreiches Programm von traditionellem Marsch bis hin zu meist bekannter Filmmusik.
Zu Beginn präsentierte sich das Jugendensemble respektive das Jugendquartett mit vier, den Möglichkeiten angepassten Vorträge, wobei eine Zugabe herausgefordert wurde. Wie anschliessend die Brass Band, stand das Ensemble unter der Leitung von Oliver Waldmann.

Der «Florentiner Marsch» von Julius Fucik gehört zu den bekanntesten Kompositionen des tschechischen Altmeisters. Mit dem orchestralen Vortrag überzeugte die Kappeler Musik gleich von allem Anfang an. Präsident Anton Lack freute sich bei seiner Begrüssung über den grossen Aufmarsch und durfte auch zahlreiche Vereinsdelegationen willkommen heissen. In der Folge führte Ursula Walti wie gewohnt mit viel Charme und Fachkompetenz durchs Programm. Die älteste bekannte Volksmelodie ist das «Guggisberger Lied». Der Schweizer Komponist Hans Schori hat mit «Vrenelis Tanz» eine Version für Blasmusik geschaffen und damit «S’Vreneli ab em Guggisberg» endgültig unsterblich gemacht.

«Marches on Parade», ein Potpourri bekannter und beliebter Märsche von Darrol Barry wurde lebhaft vorgetragen, ehe es wieder in heimatliche Gefilde ging. Der aus der Region stammende Dirigent und Komponist Thomas Trachsel, längst über die Landesgrenzen bekannt geworden, hat sich Josef Reinhards Lied «S’het deheim e Vogel gsunge» angenommen und ein herzergreifendes Arrangement unter dem Titel «Dr Heimatvogel» geschaffen. Herzergreifend war auch das Flügelhorn-Solo von Simon Lerch. Mit der «Tritsch-Tratsch Polka» von Johann Strauss wurde zum Schlussmarsch des ersten Teils übergeleitet. «Gruss ans Worblental», so der Marsch von Stephan Jäggi, dem legendären Solothurner Komponisten.

Der zweite Konzertteil war ausschliesslich der Filmmusik gewidmet. Mit «Star Wars» (Krieg der Sterne) von John Williams und auch «The Best of Bond», arrangiert von Darrol Barry, stimmten die Interpreten in die Welt berühmter Filme ein.

Diverse Ehrungen

Eine beeindruckende Leistung erbrachte der als Bär verkleidete Solist Lukas Bosshart auf der Es-Tuba wie auch auf dem Sousaphon in der Interpretation von «The Bare Necessities». Dieser Auftritt wurde lautstark zur Reprise gefordert. Weitere Filmmelodien wurden mit «Midway March» (John Williams), «Gladiator» (Hans Zimmer) und zum Schluss mit «Back to the Future» (Alan Silvestri) zum Besten gegeben. Auch mit den Zugaben blieb man dem Motto treu. «The Rock» und «The Dambusters» rundeten ein auf sehr gutem Niveau stehenden Konzert der Brass Band Kappel ab.

Für 30-jährige Vereinszugehörigkeit wurde Dominik von Arx geehrt, ebenso Vizedirigent Heiri Ledergerber, der immer dann zur Stelle sei, wenn Oliver Waldmann unabkömmlich sei, war von Präsident Anton Lack zu vernehmen.

Jubiläumskonzert 20 Jahre Oliver Waldmann

Oliver Waldmann, Dirigent der Brass Band, feierte sein 20-Jahr-Jubiläum

VON ALICE GULDIMANN

Oliver Waldmann 20 Jahre BBK

Oliver Waldmann, auch nach 20 Dirigentenjahren mit der Brass Band «noch voll im Saft». Remo Fröhlicher

«Oliver bringt nichts aus der Ruhe», lobte Präsident Anton Lack den Jubilaren Oliver Waldmann in seiner Laudatio. Waldmann, sämtliche Musikanten und Musikantinnen und natürlich ein zahlreiches Publikum feierten am Samstag dessen 20-Jahr-Jubiläum als Dirigent bei der Brass Band Kappel. «Er hat die Brass Band sowohl gefördert als auch gefordert, und hat mit uns viele Erfolge erzielt», freute sich Lack.

Das Jubiläumskonzert in der Mehrzweckhalle Kappel sollte denn auch ganz im Zeichen der vergangenen 20 Jahre stehen. Waldmann habe schon lange die Idee im Kopf gehabt, mit der Brass Band ein selbst arrangiertes Medley aufzuführen. Welcher Anlass wäre besser dazu geeignet gewesen als jener seines 20-jährigen Jubiläums?

Ein engagierter Musiker

Oliver Waldmann dirigiert nicht nur die Brass Band, sondern auch das Jugendensemble mit Leidenschaft. Neben zahlreichen Auftritten als Solotrompeter beim Stadtorchester Solothurn und bei den Leberberger Instrumentalisten gibt Waldmann Trompetenunterricht an den Musikschulen Untergäu, Trimbach, Balsthal und Holderbank. Der Titel, den Oliver Waldmann dem Konzert aufsetzte, hätte nicht passender sein können: «Musik am laufenden Band». Zu sieben verschiedenen Themenblöcken intonierten Musikantinnen und Musikanten jeweils ein passendes Medley.

Von klassischer Blasmusik bis zum «Power»-Block mit «Car Wash» war alles vorhanden. Die Band entlockte den Instrumenten sowohl sanfte, liebevolle Töne, wie zum Beispiel bei «Ashokan Farewell», genauso wie laute, rockige Klänge, bei denen die Zuhörer am liebsten mitgetanzt hätten.

Bei der Polka «Auf der Vogelwiese» bewiesen einige der Musikanten sogar noch ihre Gesangstalente, indem sie gegen Ende des Stückes aus vollem Halse mitsangen. Für das Publikum hiess es: Zurücklehnen, geniessen, lachen, während ihm wahrlich nur das Beste aus den letzten 20 Jahren präsentiert wurde.

Unterhaltsame Moderation

Durch den Abend führte Ursula Walti, welche ihren Moderationsteil in sorgfältig vorbereiteten, witzigen Versen vortrug. Details über die gespielten Stücke liess sie aus, dafür unterhielt sie das Publikum mit Anekdoten. Oliver Waldmann kürte sie kurzerhand selbst zum «Mister Kappel», die Musikanten der Brass Band unterstützte sie in Liebesdingen: «S gröschte Glück macht me bestimmt, wenn me eine vo de Musig nimmt», verspricht sie. Die Moderatorin feierte am Samstagabend selbst ihre 10-jährige Brass Band Mitgliedschaft.

Alles was dazugehört

Bei einem solchen Jubiläumsanlass darf auch das nötige Drumherum nicht fehlen. Wer nach dem über zweistündigen Konzert Kohldampf hatten, für den gabs Steak mit Nudeln oder Brot vom Männerchor Kappel. In der Pause konnte man bei der Tombola sein Glück versuchen und vielleicht Badetuch, Duschgel oder einen der begehrten Früchtekörbe mit nach Hause nehmen. Wer es mit dem Nachhausegehen nicht so eilig hatte, für den hatte die Bar im Untergeschoss der Mehrzweckhalle noch bis 2 Uhr morgens geöffnet.

Mit der Tancredi-Ouvertüre überzeugt

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Am Unterhaltungskonzert der Brass Band Kappel gings dynamisch und virtuos zu und her

VON EUGEN BUSSLINGER

Mit der «Festmusik der Stadt Wien», einer Komposition von Richard Strauss, wurde das Unterhaltungskonzert der Brass Band Kappel in der Mehrzweckhalle eröffnet. Helle Fanfarenklänge, unterstützt von wuchtigen Bass- und Paukeneinsätzen, umrahmen den feierlichen Mittelsatz in diesem Werk des Schöpfers des «Rosenkavaliers».
Vor ziemlich genau zweihundert Jahren wurde in Venedig die tragische Oper «Tancredi» uraufgeführt. Der grosse Erfolg bedeutete für den zwanzigjährigen Gioachino Rossini den Aufstieg in die erste Riege der Opernkomponisten. Nebst dem beliebten «Barbier von Sevilla» werden heute vor allem die Ouvertüren seiner Opern noch oft gespielt, die mit ihren typischen Melodien und ihrem Schwung beliebt sind. Das Kappeler Corps konnte mit der Tancredi-Ouvertüre in einer genialen Bearbeitungvon William Rimmer restlos überzeugen.

 Fingerfertigkeit und Eleganz

In Dmytro Bortnianskys «Tibie Paiom» (Für Dich singen wir), einem Lied der russisch-orthodoxen Liturgie, bewiesen die Kappeler Musikanten, dass sie das Choralspiel grundlegend beherrschen. Das in der Einleitung einfühlsame Flügelhornsolo und ein verhalten jubelndes Es-Cornet, dazu die ruhig aber spannungsvoll gestalteten Linien machten dieses farbig instrumentierte Lied zu einem eindrücklichen Erlebnis für die Zuhörenden.
Mit virtuosem Spiel auf dem Es-Bass begeisterte darauf Lukas Bosshart die Zuhörer. Die Variationen über «Muss i denn zum Städtele hinaus» von Roy Newsome wurden mit grosser Fingerfertigkeit, Eleganz und geschmeidigem Ton vorgetragen. Die Melodie endet überraschend in einer tiefen, aber lauten Kontrabasslage.
Präsident Anton Lack durfte darauf einige treue Mitglieder für ihren langjährigen Einsatz im Dienste der Blasmusik ehren. Der Baritonspieler Daniel Iseli ist schon seit 35 Jahren aktiv und gilt deshalb als eidgenössischer Veteran. Schon seit 40 Jahren ist Sonja Lack musikalisch tätig, früher spielte sie Klarinette, in der Brass Band wird sie auf dem Schlagzeug eingesetzt. Zum kantonalen Ehrenveteran wurde der Posaunist Manfred Bühler ernannt, der bereits seit 50 Jahren aktiv ist. Auch die Dienste des Vizedirigenten Heinrich Ledergerber wurden verdankt, der hin und wieder zum Einsatz kommt.

Eine Trommel als Geschenk

Dass die Brass Band Kappel heute dieses Niveau hat, ist zum grossen Teil das Verdienst ihres langjährigen Dirigenten Oliver Waldmann, der stets ruhig aber wirkungsvoll durch die musikalischen Klippen führt. Sonja Lack wollte es nicht mit der blossen Ehrung bewenden lassen, sondern dem Verein auch etwas zurückgeben. Zur Überraschung aller schenkte sie dem Verein eine neue grosse Trommel. Sie ist sehr schön gestaltet mit farbigem Schriftzug und Jahreszahl. Moderatorin Ursula Walti, die mit fundierten Kenntnissen die Zuhörer charmant durch das Konzert führte, war auch begeistert und kommentierte diese Szene mit gereimten Versen. Zur grossen Trommel meinte sie abschliessend «Behandled si doch wienen Schatz und schtelled si a ihre Platz». Dies geschah sofort und Sonja durfte im rassigen Konzertmarsch «Montreal Citadel» beweisen, dass sie das richtige Modell ausgelesen hatte. Daneben zeigten im Trio dieses Marsches auch das Flügelhorn und die Es-Hörner ihr Können. Moderne Rhythmen mit viel Schlagzeug und als Kontrast warme Sounds waren zu hören in «Concert Tune», der Komposition des jungen Belgiers Jan Ceulemans. Das 1954 erschienene Bravourstück «Bugler’s Holiday» von Leroy Anderson gab drei jungen Cornetsolisten Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Benjamin Ledergerber, Roman Junker und Kristina Theiler beherrschten die vielen Doppelzungenschläge mit schönem Klang und guter Dynamik und wurden sehr aufmerksam begleitet. Schöne Soli für Cornet und Es-Horn waren auch in «God And God Alone» zu hören. «Je t’aime mon amour», sauber intoniert von Benjamin Ledergerber (Cornet) und Lisa Lack (Posaune), erhielt darauf besonders grossen Applaus und musste wie alle anderen Solostücke wiederholt werden. Beim letzten Stück, «Confection For Brass» von Goff Richards, wurden nochmals alle Register gezogen. Festlich jubilierend, der alten Bläsermusik nachempfunden zeigte sich die Band von ihrer besten Seite: dynamisch, virtuos und wohlklingend. Herb Alperts «Tijuana Taxi» mit Xylofon und vorwitziger Autohupe und Frank Sinatras «My Way» setzten als Zugaben den Schlusspunkt unter dieses unterhaltsame Konzert.

 

Kantonaler Ehrenveteran

Unser Solo Posaunist, Manfred Bühler, wurde gestern, 30.8.2014, an der Veteranentagung in Deitingen für 50 Jahre aktives Musizieren zum Kantonalen Ehrenveteran ernannt. Wir gratulieren herzlich!IMG_1899

2. Rang am 19. Solothurner Kantonalmusikfest

Die Brass Band Kappel erspielt sich am 19. Solothurner Kantonalmusikfest in Kriegstetten den sehr guten 2. Rang in der 3. Klasse Brass Band.
Für die Performance von „Pit Stop at Purgatory“ erhielten wir von der Jury gar die höchste Punktzahl.

Ein herzliches Dankeschön an unseren Dirigenten, Oliver Waldmann, für die wie immer hervorragende Vorbereitung.

Rangliste 3. Klasse Brass Band

Zeitungsbericht Frühlingskonzert 2014

Mit Filmmelodien begeistert

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Das Jugendspiel unter der Leitung von Oliver Waldmann eröffnete das Konzert. Nach einem gelungenen Auftritt der jungen Nachwuchsmusiker ging es mit der Brass Band weiter. Sie eröffnete ihren ersten Konzertteil mit dem Marsch «Slaidburn» von William Rimmer. Dieser Marsch ist schon fast ein traditioneller Brass- Band-Kappel-Marsch, wurde er doch schon mehrmals an verschiedenen Musikfesten vorgetragen. Weiter ging es mit «Accolades», komponiert von Roger Derongé. Dieses melodische Stück wird auch am kantonalen Musikfest in Kriegstetten von der Brass Band zu hören sein. Mit «The Prayer» ging es dann auch gleich melodisch weiter. Die wohl bekannteste Version dieses Liedes wird gesungen von Céline Dion und Andrea Bocelli. Aber auch ohne Gesang gelang der Brass Band eine wundervolle Version dieses Stücks. Mit dem «Langnauer Marsch» von Walter Joseph wurde der erste Konzertteil beendet.

Rassig gings weiter

In der Pause sorgten die traditionellen Nussgipfel und feine Getränke für Genuss. So ging es nach der Pause rassig weiter. «Battlestar Galactica», die Titelmelodie der gleichnamigen Fernsehserie, entführte das Publikum ins Weltall zu weit entfernten Galaxien und unbekannten Planeten. Anschliessend konnte die Brass Band einmal mehr beweisen, wie viel Talent in ihren jungen Nachwuchsmusikanten steckt. Denn Roman Junker spielte die Solostimme von «Buster Strikes Back» ohne Mühe und wurde für sein Können mit viel Applaus belohnt.

Da der zweite Konzertteil unter dem Motto «Filmmelodien» stand, ging es mit einer solchen weiter. Das nächste Stück hiess «Cinema Paradiso» aus dem gleichnamigen Film, komponiert von Ennio Morricone. Der berühmte Komponist von über 400 Melodien erhielt für sein Lebenswerk einen Oscar. «Car Wash» war als Nächstes an der Reihe. Das Titelstück einer amerikanischen Musikkomödie, die in einer Autowaschanlage spielt, wurde vor einigen Jahren von Christina Aguilera gecovert. Auch «Skyfall», die Titelmelodie des neusten James-Bond-Films, kennen die meisten. Die Brass Band spielte dieses Stück gekonnt und auch ihre Version wäre radiotauglich.

Der Abschluss des offiziellen Konzertteils machte die Brass Band mit einem alten, aber nach wie vor beliebten Queen-Hit: «Crazy Little Thing Called Love», komponiert von Freddy Mercury. Sowohl den Musikanten selber als auch dem Publikum bereitete die rassige Melodie gute Laune. Dank dem Applaus des Publikums spielte die Brass Band dann auch eine Zugabe. Ganz passend zum Muttertag war die erste Zugabe der Walzer «Mama». Die Musikanten konnten dabei auch ihr gesangliches Talent unter Beweis stellen. Auch darauf zeigte das Publikum eine positive Reaktion. Die «Baselbieter Polka» war dann das letzte Stück, denn unterdessen hatten auch die Musikanten Durst. (KTH)

Interview in der NOZ

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Anton Lack, an Muttertag, sprich an 11. Mai, steht das Frühlingskonzert der Brass Band Kappel an. Sind Sie bereit dafür oder wird noch fleissig geprobt?
Wir proben immer fleissig! Spass beiseite: Wir haben uns in den Proben seit März ein gutes Fundament erarbeitet. Mit Dirigent Oliver Waldmann arbeiten wir jetzt noch an der Feinabstimmung.

Steht das Frühlingskonzert unter einem Motto? Was kriegen die Besucher am 11. Mai zu hören?
Ein Motto schränkt meiner Meinung nach immer die Qualität und die Auswahl der Literatur ein. Unser Frühlingskonzert wird durch ein Ensemble mit den Jungmusikanten Silvan Lienhard, Andreas Nick, Julian Wyss (alle Cornet) und Philipp Blatter (Bariton) eröffnet. Im ersten Konzertteil tragen wir erstmals unser Selbstwahlstück und die gemeldeten Märsche für das Kantonale Musikfest vor. Nach der Pause geht es mit bekannten Film- und Rock-Hits voll zur Sache. Das obligate Solo wird von unserem hoffnungsvollen Jungtalent Roman Junker (Cornet) vorgetragen. Für alle Mütter im Saal haben wir noch eine besondere Zugabe vorbereitet.

Wo findet das Frühlingskonzert statt und wie sieht es zeitlich aus?
Das Konzert findet im lockeren Rahmen um 17 Uhr in der Mehrzweckhalle in Kappel statt und ist daher für junge und ältere oder jung gebliebene Konzertbesucher geeignet.

Kostet das Konzert Eintritt?
Nein, der Eintritt ist frei.

Was steht bei der BBK dieses Jahr sonst noch auf dem Programm?
Am Samstag, 14. Juni, nehmen wir am Bezirksmusiktag in Lostorf und wie gesagt am Samstag, 28. Juni, am Kantonalen Musikfest in Kriegstetten teil. Nebst diversen kirchlichen und weltlichen Auftritten schliessen wir dieses Jahr mit dem Unterhaltungskonzert am 9. November ab.

Sie sind seit 1996 Präsident der BBK, hatten dazwischen mal einen zweijährigen Unterbruch und sind nun, wenn ich richtig liege, im 16. Amtsjahr. Eine richtig lange Zeit. 2012 haben Sie in unserem NOZ-Interview gesagt, dass Sie wohl keine 20 Jahre Präsident sein werden. Nun sind es aber nur noch vier Jahre. Bleiben Sie also doch noch bis zum 20. Amtsjahr bei der BBK oder sogar darüber hinaus?
Ich habe diesbezüglich sicher keine Ambitionen! Ich schaue von Jahr zu Jahr.

Gibt es sonst noch etwas, das Sie an dieser Stelle gerne sagen möchten?
Gerne danke ich an dieser Stelle unserem Ehrendirigenten Oliver Waldmann für seine umsichtige, kompetente und freundschaftliche musikalische Leitung unseres Vereines.

Interview: Chantal Siegenthaler